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October 02 2011

Thilo Weichert, der Like-Button und die Konsequenzen

Like verbotenSeit einigen Wochen beobachte ich besorgt aber auch fasziniert den Feldzug, den Schleswig-Holsteins Oberdatenschützer Thilo Weichert gegen Facebook und die Einbindung des Like-Buttons auf deutschen Websites führt.

Die Berichterstattung in den Medien ist umfassend, ein wesentlicher Aspekt der Debatte fällt aber oft unter den Tisch oder wird nur als Randnotiz erwähnt: Es geht hier um viel mehr als den Like-Button. Folgt man der Argumentation des Datenschützers, so verletzen sämtliche Seitenelemente, bei denen die IP-Adresse des Besuchers an Dienstleister in den USA übermittelt werden, die deutschen Datenschutzvorschriften. Sollte Thilo Weichert Recht behalten, so müssen wohl auch folgende Elemente bald von deutschen Websites verschwinden:

  • Googles +1 Button
  • Google Adsense
  • Doubleclick Banner
  • Die meisten Twitter Widgets
  • Slideshare Präsentationen
  • YouTube Videos
  • Disqus Kommentarbereiche

Das dies tatsächlich im Sinne der Internetnutzer sein soll, kann ich mir schwer vorstellen. Zumal diese Nutzer, sobald sie deutschen oder europäischen Boden verlassen, den »Datenkraken« wieder hilflos ausgeliefert sind. Einmal mehr würde sich Deutschland vom Rest der Welt abschotten, ohne dass irgendwem dadurch geholfen ist.

Erfreulich finde ich, dass Weichert Gegenwind von Institutionen bekommt, die in der Vergangenheit nicht gerade durch Engagement für ein offenes, weltweites Internet aufgefallen sind: Politiker aus CDU und FDP stellen sich offen gegen Weichert, und selbst Bundesinnenminister Friedrich scheint der harte Kurs gegen Facebook nicht zu gefallen. Auch die Ankündigung der IHK Schleswig Holstein, Facebook weiter zu nutzen und gegebenenfalls einen Musterprozess zu führen, stimmt hoffnungsvoll.

Trotz dieser Lichtblicke bin ich unsicher, ob Weichert juristisch nicht im Recht bleiben könnte. Schon oft habe ich in diesem Blog die absurde Gesetzgebung in Deutschland und Europa bezüglich Internetbelangen kritisiert. Nun könnte es also passieren, dass ein übereifriger Datenschutzbeauftragter auf der Grundlage unhaltbarer Gesetze das deutsche Internet um Jahre zurückwirft. Die Politik wird sich im Nachhinein der Frage stellen müssen, wie es überhaupt dazu kommen konnte. Vielleicht wird es doch langsam Zeit, kompetenten Beratern mehr Gehör zu schenken?

Tags: Social Media

July 22 2011

July 06 2011

Google+: Meine Einschätzung

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich überhaupt noch einen Artikel zu Google+ verfassen soll. Als Google letzte Woche mit diesem Netzwerk an die Öffentlichkeit ging, war ich gerade im Urlaub und konnte zwar eine Einladung ergattern, hatte als Hardware nur ein iPad und ein Netbook zur Verfügung. Das taugte nicht für einen gründlichen Test und auch das Verfassen eines umfangreicheren Reviews wäre ein Qual gewesen.

Inzwischen habe ich das Google Netzwerk umfassend testen können, und die Blogosphäre quillt bereits über mit Erfahrungsberichten und Prognosen über die weitere Entwicklung dieser neuen Plattform. Dennoch halte ich Google+ für so bedeutend, dass ich mir einen eigenen Artikel hierzu nicht verkneifen kann. Die genervten mögen es mir verzeihen.

Dass Google einen Facebook Killer (TM) in Vorbereitung hat, war in der Gerüchteküche ja schon länger im Umlauf. Ich muss gestehen, dass ich einem erneuten Vorstoß Googles im Social Media Bereich sehr skeptisch gegenüber stand. Wie viele andere sah ich das Scheitern von Wave und Buzz als Indizien dafür, dass der Suchgigant auf diesem Gebiet einfach nicht mitziehen kann. Als ich dann letzte Woche meine ersten Erfahrungen mit Google+ machen durften war ich überrascht, dass selbst in der eingeschränkten mobilen Version auf dem iPad ein durchdachtes, bedienbares Produkt vorlag. Mehr noch: Es machte Spaß, mit diesem Netzwerk zu arbeiten.

Aus dem Urlaub zurück gekommen konnte ich Google+ dann auch auf dem Desktop an einem großen Monitor erfahren. Wenngleich die mobile Website sehr gut ist, so spielt Google erst hier die volle Power aus. Auf den ersten Blick erinnert die Oberfläche schon ziemlich an Facebook, kommt aber ruhiger und aufgeräumter daher:

Martin Mißfeldt formulierte es in seinem Erfahrungsbericht so hart wie zutreffend:

Das Zuckerberg-Portal sieht dagegen aus wie ein ausgeschütteter 1und1 Homepage-Baukasten.

Doch nicht nur das aufgeräumte Design ist es, mit dem sich Google von Anfang an positiv von der Konkurrenz abhebt: Mit Hilfe sogenannter Kreise kann man seine Kontakte gruppieren und bei jedem veröffentlichten Inhalt festlegen, für welche Kreise dieser sichtbar ist. Zwar bietet Facebook mit seinen Freundeslisten eine ähnliche Funktionalität, aber deren Nutzung fühlt sich einfach ungeschmeidig an. Zur Verwaltung der Kreise wurde ein sehr gutes User-Interface gebaut, bei dem man seine Kontakte einfach per Drag-And-Drop in die gewünschten Kreise ziehen kann:

Die optimale Organisation der eigenen Kreise ist eine fast schon philosophische Frage und entsprechend viele Tipps und Ansichten zur Kategorisierung seiner Kontakte kursieren derzeit auf der Plattform.

Ist Google+ nun der erwartete Facebook-Killer? Immerhin ist die Plattform in nur wenigen Tagen auf geschätzt eine halbe Million Nutzer angewachsen und funktioniert immer noch reibungslos. Die Qualität des geshareten Contents ist, zumindest in meinem Netzwerk, sehr hoch und erinnert mich an Friendfeed in seinen besten Tagen. Dies könnte allerdings auch dem Umstand geschuldet sein, dass die Userbase sich derzeit vorwiegend aus Nerds, Social Media Professionals und Internetsüchtigen zusammensetzt. Sollte die breite Masse wirklich eines Tages nachziehen, könnte sich dieser Aspekt normalisieren. Der ewige Poweruser Robert Scoble rechnet allerdings nicht mit einem solchen Exodus: Why yo momma won’t use Google+.

Das grundlegende Konzept, wie Beziehungen hergestellt und Inhalte veröffentlicht werden, ist prinzipiell eher mit Twitter zu vergleichen. Insofern sehen manche in Google+ auch eher eine Gefahr für Twitter, als für Facebook. Wie auch immer, die Plattform hat die Social Networking Landschaft massiv aufgewirbelt und meiner Meinung nach um neue Impulse bereichert. Die Tatsache, dass Facebook eine App zum Export der Freunde gesperrt hat lässt auf eine gewisse Nervosität in diesem Lager schließen. Und der ehemalige Quasi-Monopolist Zuckerberg steht jetzt genau so unter Zugzwang wie Twitter. Wenn Facebook nun bei Useability und Datenschutz nachbessert, profitiert auch der normale Nutzer. Allein dafür ist es gut, dass es Google+ gibt.

June 16 2011

Von Bitcoins, Eaves und anderen Netzwährungen

Durch einige Artikel beim Onlinemagazin t3n sowie Spiegel Online bin ich auf die virtuelle Währung Bitcoin aufmerksam geworden, welche für sich den Anspruch erhebt, eine echte Alternative zu »realen« Geldwährungen zu sein.

Tatsächlich gibt es im Internet eine Vielzahl virtueller Währungen, die den Status echter Zahlungsmittel eingenommen haben. Spontan muss man da an WoW Gold denken, für welches sich ein beträchtlicher Markt etabliert hat. Dieser ist so profitabel, dass eine unbekannte Anzahl chinesischer Lohnsklaven Tag für Tag in virtuellen Minen schuften und damit ihre Familien ernähren. Auch andere Spielwährungen unterliegen einem florierenden Handel und bevor Linden Labs dem Glücksspiel auf Second Life einen Riegel vorgeschoben hat, waren Linden Dollars hartes Gold für manchen Online Zocker.

Gegenüber diesen Ingame-Währungen haben Bitcoins eine interessante Besonderheit: Während das Spielgeld eines Onlinegames durch den Spieleproduzenten prinzipiell in beliebiger Menge zum Nulltarif produziert werden kann, ist die Menge verfügbarer Bitcoins begrenzt. Eine Bitcoin entsteht, indem der Rechner eines Bitcoin-Nutzers die Lösung eines schwierigen mathematisches Problems berechnet. Jedes Problem kann dabei nur einmal gelöst werden und erzeugt damit eine klar definierte Menge von Bitcoins. Damit wird die Menge verfügbarer Coins limitiert, was Inflation und Wertverfall der Währung entgegen wirken soll. Im Gegensatz zum Spielgold, aber auch zu konventionellen Währungen der heutigen Zeit, gibt es somit kein zentrales Regulierungsorgan, welches die Geldmenge der Währung steuert.

Nicht zuletzt wegen abenteuerlicher Kursschwankungen sind Bitcoins ein umstrittenes Zahlungsmittel, und erste Politiker wollen dem Handel mit der Hackerwährung bereits einen Riegel vorschieben. Dennoch sollte man sich in Zeiten, in denen immer mehr Menschen Zweifel an der Legitimität »realer« Währungen hegen, Gedanken zu alternativen Ansätzen machen. Das Bitcoins-System könnte hier eine Antwort parat haben.

Eine virtuelle Währung ganz anderer Art sind die Eaves von Empire Avenue, über das ich kürzlich berichtete und das mich zunehmend fasziniert. Eaves entstehen dort als Dividende und sind das Resultat vom Social Media Engagement der Spieler. Somit handelt es sich bei dieser Währung um ein Nebenprodukt realer Wertschöpfung – wenn man denn gewillt ist, die Erstellung von Inhalten im Social Web als Wertschöpfung aufzufassen. Bisher gibt es keine mir bekannte Möglichkeit, Eaves in hartes Geld zu tauschen, aber sie sind meiner Meinung nach der bisher gelungenste Versuch, soziales Kapital in Form einer Währung abzubilden.

Wie so vieles im Web ist im Bereich virtueller Zahlungsmittel noch viel Bewegung drin. Die finale Überwährung scheint es noch nicht zu geben, aber die Banken und Finanzämter dieser Welt sollten sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass Dollar, Euro und Co. in Zukunft Konkurrenz bekommen könnten durch Systeme, die ganz anderen Einflüssen und Regeln gehorchen. Sie wären nicht der erste Wirtschaftszweig, der von den bahnbrechenden Umwälzungen im Web schlichtweg überrollt wird.

June 14 2011

June 02 2011

Der Google +1 Button ist da

Ende März führte Google in den englischsprachigen Suchergebnissen ein neues Element ein: Den +1 Button, mit dem Google Nutzer Feedback zur Zufriedenheit mit einem Link in der Google Suche abgeben können. Dies war ganz klar eine Reaktion auf Facebooks inzwischen allgegenwertigen Likebutton, der durch seinen impliziten Empfehlungsmechanismus eine echte Gefahr für Googles Vorherrschaft im Web darstellt.

Ein häufiger Kritikpunkt an Googles Button war die Tatsache, dass der Nutzer bei einer Suche meist noch gar nicht weiss, ob ihm die jeweilige Zielseite gefällt. Kaum jemand wird nach einem Besuch dieser Seite zu den Suchergebnissen zurückkehren, um nachträglich ein +1 abzugeben. Folgerichtig kündigte Google auch schon bald an, dass ein +1 Widget zum Einbau in die eigene Site in Kürze folgen würde. Nun ist es soweit: Ab sofort lässt sich die +1 Funktionalität in jede Website integrieren.

Praktischwerweise stellt Google für Webmaster einen hilfreichen Codegenerator bereit, mit dem sich Javascript-Code für +1 Buttons in gängigen Abmessungen erzeugen lässt. Die Standard Variante (24 Pixel) erinnert dabei an den gängigen Formfaktor des Facebook Like-Buttons, die Tall-Variante ähnelt verbreiteten Twitter Share-Buttons, wie ich sie auch hier im Blog einsetze.

Ich habe mich hier erstmal für eine Integration des +1 Buttons in die Buttonleiste links der Artikel entschieden und bin sehr gepannt, welche Akzeptanz das neue Element mit sich bringt.

Das virale Potenzial eines Facebook- oder Twitter-Buttons wird das Google Widget mangels sozialer Vernetzung vorerst nicht mit sich bringen. Sollten die Plus-One Bewertungen aber eines Tages als Rankingfaktor gewertet werden, ist davon auszugehen, dass Googles Button im Web ebenso omnipräsent wird, wie derzeit der Facebook Like-Button.

May 08 2011

Empire Avenue – Die Social Media Börse

Das Börsenspiel Empire Avenue gibt es nun schon eine ganze Weile. Als ich im Juni 2010 erstmals davon hörte, faszinierte mich die Idee eines Börsenspiels, bei dem die Mitspieler selbst als Aktiengesellschaften agieren, deren Marktwert unmittelbar mit ihrer Social Media Präsenz gekoppelt ist. Das Spiel war Anfangs jedoch wenig erfolreich und wurde hierzulande kaum wahrgenommen. Inzwischen scheint das Interesse an Empire Avenue jedoch wieder stark an Fahrt aufgenommen zu haben, weshalb es mal an der Zeit ist, hier einen Blogpost dazu zu verfassen.

Das vorrangige Spielziel bei Empire Avenue ist, wie bei den meisten Börsenspielen, die Maximierung des eigenen Kapitals, der Net Wealth. Dieses wird in einer fiktiven Währung namens Eaves gemessen. Ferner hat jeder Spieler einen eigenen Börsenkurs, den man selbstverständlich auch in die Höhe treiben möchte.

Das Kapital lässt sich am besten durch sinnvolle Investitionen in andere Spieler steigern. Insbesondere ein Investment in gerade frisch eingestiegene Spieler kann sich hier rentieren. Handelt es sich dabei um aktive und gut vernetzte Social Media Nutzer, kann der Kurs sich innerhalb eines Tages leicht mal verdoppeln.

Um die Motivation der Spieler weiter zu fördern, gibt es neben Kapital und Börsenwert auch noch Abzeichen, die für gewisse Erfolge (Achievements) verliehen werden. Dass ein derartiges Belohnungssystem wirkt hat Foursquare eindrucksvoll bewiesen.

Reizvoll an Empire Avenue ist, dass man Anhand des Börsenwertes tatsächlich Rückschlüsse auf die Vernetzung und Aktivität eines Spielers ziehen kann. Insofern wäre es denkbar, dass der Eaves-Wert eines Tages ähnlich wie heutzutage der Klout-Score als Metrik für die Social Media Relevanz einer Person angesehen wird. Leider haben sich die Betreiber der Plattform dafür entschieden, die virtuelle Währung zum Kauf für reale Dollars anzubieten. Wenngleich sich diese Art der Monetarisierung für viele Online-Games bewährt hat, führt sie im Fall von Empire Avenue zu einer Verzerrung der Kennzahlen zahlender Spieler.

Ein gewisses Suchtpotenzial muss man Empire Avenue auf jeden Fall zugestehen. Möglicherweise eignet sich das Spiel auch in gewissem Maße als Promotionwerkzeug, um die eigenen Accounts und Feeds bekannt zu machen. So erscheinen die Tweets und Blogpost eines Spielers, an dem ich Anteile erworben habe, auch in meinem Empire Avenue Dashboard. Erfolgreiche Spieler haben somit einen weiteren Kanal, ihre Tweets, Blogposts oder Facebook Neuigkeiten zu verbreiten.

Abschließend wie gewohnt noch der Link zu meinem eigenen Empire Avenue Profil. Falls Ihr dort bereits mitspielt oder Euch aufgrund dieses Artikels anmeldet, würde ich mich über ein Investment freuen.

Tags: Social Media

May 03 2011

April 29 2011

Rückblick: WP-Blogger-Treffen Rhein-Ruhr

Das Ruhrgebiet hat, das ist wenig verwunderlich, eine durchaus lebendige Online-Szene. Folglich gibt es Barcamps, Twittwochs, Online-Marketing und SEO-Stammtische und viele weitere Gelegenheiten, virtuelle Kontakte ins Real-Life zu verlagern.

Was es bisher meines Wissens nicht gab, das war ein Blogger-Treffen. Das hat sich nun geändert, denn Gerhard Schröder hat gestern zum ersten WP-Blogger-Treffen im Unperfekthaus eingeladen. Damit hat er eine Idee von Nicole Y. Männl aufgegriffen, deren Blogger Treffen in Hannover sich offenbar bestens bewährt hat.

Die Gelegenheit, sich einmal abseits von Großveranstaltungen mit anderen Bloggern aus der Region auszutauschen wollte ich mir nicht nehmen lassen, und so habe auch ich mich für die Auftaktveranstaltung angemeldet. Was folgte war ein gemütlicher Abend im Sofaraum des Essener Unperfekthauses. Maik Wagner hielt eine sehr interessante Präsentation über barrierefreie WordPress Themes. Mit der Gestaltung von Themes kenne ich mich relativ gut aus, aber der Blickwinkel, den Maik vermitteln konnte, war durchaus erhellend. So hat barrierefreies Design viel mit einer durchdachten HTML Struktur zu tun, die ja auch aus SEO-Gesichtspunkten ratsam ist. Beruhigend war es auch, festzustellen, dass ich nicht der einzige bin, der durch die Bildattribute in der deutschsprachigen WordPress-Lokalisation verwirrt wird.

Im Anschluss hielt der Ausrichter Gerhard noch einen Vortrag über responsive Layouts, die sich dynamisch an unterschiedlichste Auflösungen anpassen. Nachdem immer mehr Blogleser die Inhalte auf mobilen Geräten betrachten, die je nach Ausrichtung des Gerätes auch unterschiedliche Seitenverhältnisse darstellen, sollte man sich wohl tatsächlich Gedanken über solche Darstellungen machen. Dieses Blog sieht zwar auch auf dem iPhone passabel aus, aber einige von Gerhard vorgestellte Designs zeigten, dass es noch besser geht.

Beim anschließenden Absacker im Erdgeschoss des UPH waren sich die Teilnehmer wohl einig, dass dies nicht das letzte Treffen seiner Art gewesen sein sollte. Mit dem 26.05. steht bereits der Folgetermin, und wenn ich es zeitlich einrichten kann, bin ich auch wieder dabei. Vielleicht bereite ich bis dahin auch einen Vortrag vor. Ich könnte mir vorstellen, dass ein Einblick in die Grundzüge der Pluginentwicklung auch für Nichtcoder interessant sein könnte. Wäre das was?

April 19 2011

April 14 2011

April 11 2011

April 08 2011

Open Compute Project: Facebook legt Serverdesign offen

Techcrunch berichtet über eine interessante neue Initiative von Facebook: Auf Opencompute.org legt der Social Network Gigant die Spezifikationen seiner Server offen.

Die veröffentlichten Daten dürften für jede Firma, die ein eigenes Rechenzentrum betreibt, von großem Interesse sein. So gibt Facebook an, seine Server hätten eine um 38 Prozent bessere Energieeffizienz gegenüber Standard Servern.

Die Motivation dahinter? Scheinbar erhofft sich Facebook, dass ein offener Technologieaustausch langfristig allen Beteiligten zu zuverlässigerer und effizienterer Hardware führt. Ein Ansatz, der die Hardwarelandschaft möglicherweise ähnlich umkrempeln könnte, wie die Open Source Bewegung es bei der Softwareentwicklung getan hat.

Facebook ist keineswegs der erste Marktteilnehmer, der technische Details zu seiner Serverarchitektur veröffentlicht. Bereits 2009 lieferte Google einige interessante Details zum Aufbau seiner sagenumwobenen Server. Der Detailgrad der Informationen auf Open Compute ist allerdings bisher einzigartig. So finden sich dort detailierte Spezifikationen und CAD Zeichnungen sowohl von einzelnen Serverkomponenten wie Mainboards und Netzteilen, als auch von ganzen Rechenzentren.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass Google die Initiative begrüßt und schon bald kontern wird. Denn auch in Mountain View war man schon immer an einem offenen Austausch von Technologie zur gegenseitigen Verbesserung interessiert. Ein ewiges Geheimnis wird wohl nur Googles Ranking-Algorithmus bleiben.

April 05 2011

April 04 2011

March 30 2011

Googles eigener Like-Button: +1

Der Facebook-Like Button ist ohne Frage eine der größeren Revolutionen der noch jungen Social Media Geschichte. Empfehlungen aus dem eigenen Netzwerk stellen zunehmend eine echte Alternative zur algorithmisch getriebenen Suche dar. Der vermutlich verbreiteteste Weg solche Empfehlungen abzugeben, ist derzeit ein Like auf Facebook.

In der Tat ist Facebook in einer starken Position, um eine solche Funktionalität anzubieten. Es ist andererseits kein Geheimnis, dass auch Google beim Ranking der Suchergebnisse zunehmend personenbezogene Fakten einfließen lässt. Da Google jedoch nur beschränkte Einsicht in Facebooks Social Graph hat, musste über kurz oder lang eine eigene Lösung geschaffen worden. Diese steht nun mit Google +1 in den Startlöchern: Google Nutzer können erwünschte Einträge in den Ergebnislisten einer Google Suche mit einem +1 kennzeichnen:

Derzeit gibt es die Funktionalität nur für angemeldete Google-User, die sich in den Google-Labs für dieses experimentelle Feature freischalten lassen. Weiterhin muss man auf dem englischsprachigen Google.com statt auf Google.de suchen, um tatsächlich den neuen Empfehlungsbutton sehen zu können.

Im Gegensatz zu Facebooks Like-Button, den Websitebetreiber beliebig auf ihren eigenen Seiten unterbringen können, gibt es den Google Button bis auf weiteres nur in den Suchergebnissen. In gewisser Weise handelt es sich hier um das positive Gegenstück des anschwärz Plugins, mit dem Chrome Nutzer unerwünschte Ergebnisse melden können.

Die grundlegende Idee hinter +1 scheint mir nicht schlecht. Vermutlich hat Google keinen so ausgefeilten Social Graph wie ihn Facebook besitzt, jedoch kann auch der Suchspezialist über Google Mail, Google Reader und viele andere Dienste Rückschlüsse darüber ziehen, für welche anderen User meine Plusse relevant sein können. Jojo äußert auf Internet Marketing News jedoch berechtigte Zweifel an der Akzeptanz dieses Features: Facebook User wollen ihren Freunden mitteilen, was ihnen gefällt. Das Klicken eines Facebook-Like-Buttons, das zu einem Share in meinem Profil führt, hilft mir beim Ausgestalten meiner eigenen Identität auf der Plattform. Diesen Nutzen kann Google nicht bieten. Somit bleibt die Frage, was für den Nutzer die Motivation beim Klicken eines +1 sein soll.

In der Vergangenheit ist Google bei seinen Ausflügen in den Social-Media Bereich weitgehend gescheitert. Somit bleibt abzuwarten, ob es gelingt, den mangelnden Anreiz durch die schiere Masse der täglich bei Google suchenden Nutzer zu kompensieren.

March 17 2011

March 04 2011

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