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October 02 2011
July 22 2011
July 06 2011
June 16 2011
Von Bitcoins, Eaves und anderen Netzwährungen
Durch einige Artikel beim Onlinemagazin t3n sowie Spiegel Online bin ich auf die virtuelle Währung Bitcoin aufmerksam geworden, welche für sich den Anspruch erhebt, eine echte Alternative zu »realen« Geldwährungen zu sein.
Tatsächlich gibt es im Internet eine Vielzahl virtueller Währungen, die den Status echter Zahlungsmittel eingenommen haben. Spontan muss man da an WoW Gold denken, für welches sich ein beträchtlicher Markt etabliert hat. Dieser ist so profitabel, dass eine unbekannte Anzahl chinesischer Lohnsklaven Tag für Tag in virtuellen Minen schuften und damit ihre Familien ernähren. Auch andere Spielwährungen unterliegen einem florierenden Handel und bevor Linden Labs dem Glücksspiel auf Second Life einen Riegel vorgeschoben hat, waren Linden Dollars hartes Gold für manchen Online Zocker.
Gegenüber diesen Ingame-Währungen haben Bitcoins eine interessante Besonderheit: Während das Spielgeld eines Onlinegames durch den Spieleproduzenten prinzipiell in beliebiger Menge zum Nulltarif produziert werden kann, ist die Menge verfügbarer Bitcoins begrenzt. Eine Bitcoin entsteht, indem der Rechner eines Bitcoin-Nutzers die Lösung eines schwierigen mathematisches Problems berechnet. Jedes Problem kann dabei nur einmal gelöst werden und erzeugt damit eine klar definierte Menge von Bitcoins. Damit wird die Menge verfügbarer Coins limitiert, was Inflation und Wertverfall der Währung entgegen wirken soll. Im Gegensatz zum Spielgold, aber auch zu konventionellen Währungen der heutigen Zeit, gibt es somit kein zentrales Regulierungsorgan, welches die Geldmenge der Währung steuert.
Nicht zuletzt wegen abenteuerlicher Kursschwankungen sind Bitcoins ein umstrittenes Zahlungsmittel, und erste Politiker wollen dem Handel mit der Hackerwährung bereits einen Riegel vorschieben. Dennoch sollte man sich in Zeiten, in denen immer mehr Menschen Zweifel an der Legitimität »realer« Währungen hegen, Gedanken zu alternativen Ansätzen machen. Das Bitcoins-System könnte hier eine Antwort parat haben.
Eine virtuelle Währung ganz anderer Art sind die Eaves von Empire Avenue, über das ich kürzlich berichtete und das mich zunehmend fasziniert. Eaves entstehen dort als Dividende und sind das Resultat vom Social Media Engagement der Spieler. Somit handelt es sich bei dieser Währung um ein Nebenprodukt realer Wertschöpfung – wenn man denn gewillt ist, die Erstellung von Inhalten im Social Web als Wertschöpfung aufzufassen. Bisher gibt es keine mir bekannte Möglichkeit, Eaves in hartes Geld zu tauschen, aber sie sind meiner Meinung nach der bisher gelungenste Versuch, soziales Kapital in Form einer Währung abzubilden.
Wie so vieles im Web ist im Bereich virtueller Zahlungsmittel noch viel Bewegung drin. Die finale Überwährung scheint es noch nicht zu geben, aber die Banken und Finanzämter dieser Welt sollten sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass Dollar, Euro und Co. in Zukunft Konkurrenz bekommen könnten durch Systeme, die ganz anderen Einflüssen und Regeln gehorchen. Sie wären nicht der erste Wirtschaftszweig, der von den bahnbrechenden Umwälzungen im Web schlichtweg überrollt wird.
June 14 2011
June 02 2011
Der Google +1 Button ist da
Ende März führte Google in den englischsprachigen Suchergebnissen ein neues Element ein: Den +1 Button, mit dem Google Nutzer Feedback zur Zufriedenheit mit einem Link in der Google Suche abgeben können. Dies war ganz klar eine Reaktion auf Facebooks inzwischen allgegenwertigen Likebutton, der durch seinen impliziten Empfehlungsmechanismus eine echte Gefahr für Googles Vorherrschaft im Web darstellt.
Ein häufiger Kritikpunkt an Googles Button war die Tatsache, dass der Nutzer bei einer Suche meist noch gar nicht weiss, ob ihm die jeweilige Zielseite gefällt. Kaum jemand wird nach einem Besuch dieser Seite zu den Suchergebnissen zurückkehren, um nachträglich ein +1 abzugeben. Folgerichtig kündigte Google auch schon bald an, dass ein +1 Widget zum Einbau in die eigene Site in Kürze folgen würde. Nun ist es soweit: Ab sofort lässt sich die +1 Funktionalität in jede Website integrieren.
Praktischwerweise stellt Google für Webmaster einen hilfreichen Codegenerator bereit, mit dem sich Javascript-Code für +1 Buttons in gängigen Abmessungen erzeugen lässt. Die Standard Variante (24 Pixel) erinnert dabei an den gängigen Formfaktor des Facebook Like-Buttons, die Tall-Variante ähnelt verbreiteten Twitter Share-Buttons, wie ich sie auch hier im Blog einsetze.

Ich habe mich hier erstmal für eine Integration des +1 Buttons in die Buttonleiste links der Artikel entschieden und bin sehr gepannt, welche Akzeptanz das neue Element mit sich bringt.
Das virale Potenzial eines Facebook- oder Twitter-Buttons wird das Google Widget mangels sozialer Vernetzung vorerst nicht mit sich bringen. Sollten die Plus-One Bewertungen aber eines Tages als Rankingfaktor gewertet werden, ist davon auszugehen, dass Googles Button im Web ebenso omnipräsent wird, wie derzeit der Facebook Like-Button.
May 08 2011
May 03 2011
April 29 2011
Rückblick: WP-Blogger-Treffen Rhein-Ruhr
Das Ruhrgebiet hat, das ist wenig verwunderlich, eine durchaus lebendige Online-Szene. Folglich gibt es Barcamps, Twittwochs, Online-Marketing und SEO-Stammtische und viele weitere Gelegenheiten, virtuelle Kontakte ins Real-Life zu verlagern.
Was es bisher meines Wissens nicht gab, das war ein Blogger-Treffen. Das hat sich nun geändert, denn Gerhard Schröder hat gestern zum ersten WP-Blogger-Treffen im Unperfekthaus eingeladen. Damit hat er eine Idee von Nicole Y. Männl aufgegriffen, deren Blogger Treffen in Hannover sich offenbar bestens bewährt hat.
Die Gelegenheit, sich einmal abseits von Großveranstaltungen mit anderen Bloggern aus der Region auszutauschen wollte ich mir nicht nehmen lassen, und so habe auch ich mich für die Auftaktveranstaltung angemeldet. Was folgte war ein gemütlicher Abend im Sofaraum des Essener Unperfekthauses. Maik Wagner hielt eine sehr interessante Präsentation über barrierefreie WordPress Themes. Mit der Gestaltung von Themes kenne ich mich relativ gut aus, aber der Blickwinkel, den Maik vermitteln konnte, war durchaus erhellend. So hat barrierefreies Design viel mit einer durchdachten HTML Struktur zu tun, die ja auch aus SEO-Gesichtspunkten ratsam ist. Beruhigend war es auch, festzustellen, dass ich nicht der einzige bin, der durch die Bildattribute in der deutschsprachigen WordPress-Lokalisation verwirrt wird.
Im Anschluss hielt der Ausrichter Gerhard noch einen Vortrag über responsive Layouts, die sich dynamisch an unterschiedlichste Auflösungen anpassen. Nachdem immer mehr Blogleser die Inhalte auf mobilen Geräten betrachten, die je nach Ausrichtung des Gerätes auch unterschiedliche Seitenverhältnisse darstellen, sollte man sich wohl tatsächlich Gedanken über solche Darstellungen machen. Dieses Blog sieht zwar auch auf dem iPhone passabel aus, aber einige von Gerhard vorgestellte Designs zeigten, dass es noch besser geht.
Beim anschließenden Absacker im Erdgeschoss des UPH waren sich die Teilnehmer wohl einig, dass dies nicht das letzte Treffen seiner Art gewesen sein sollte. Mit dem 26.05. steht bereits der Folgetermin, und wenn ich es zeitlich einrichten kann, bin ich auch wieder dabei. Vielleicht bereite ich bis dahin auch einen Vortrag vor. Ich könnte mir vorstellen, dass ein Einblick in die Grundzüge der Pluginentwicklung auch für Nichtcoder interessant sein könnte. Wäre das was?
April 19 2011
April 14 2011
April 11 2011
April 08 2011
Open Compute Project: Facebook legt Serverdesign offen
Techcrunch berichtet über eine interessante neue Initiative von Facebook: Auf Opencompute.org legt der Social Network Gigant die Spezifikationen seiner Server offen.
Die veröffentlichten Daten dürften für jede Firma, die ein eigenes Rechenzentrum betreibt, von großem Interesse sein. So gibt Facebook an, seine Server hätten eine um 38 Prozent bessere Energieeffizienz gegenüber Standard Servern.
Die Motivation dahinter? Scheinbar erhofft sich Facebook, dass ein offener Technologieaustausch langfristig allen Beteiligten zu zuverlässigerer und effizienterer Hardware führt. Ein Ansatz, der die Hardwarelandschaft möglicherweise ähnlich umkrempeln könnte, wie die Open Source Bewegung es bei der Softwareentwicklung getan hat.

Facebook ist keineswegs der erste Marktteilnehmer, der technische Details zu seiner Serverarchitektur veröffentlicht. Bereits 2009 lieferte Google einige interessante Details zum Aufbau seiner sagenumwobenen Server. Der Detailgrad der Informationen auf Open Compute ist allerdings bisher einzigartig. So finden sich dort detailierte Spezifikationen und CAD Zeichnungen sowohl von einzelnen Serverkomponenten wie Mainboards und Netzteilen, als auch von ganzen Rechenzentren.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass Google die Initiative begrüßt und schon bald kontern wird. Denn auch in Mountain View war man schon immer an einem offenen Austausch von Technologie zur gegenseitigen Verbesserung interessiert. Ein ewiges Geheimnis wird wohl nur Googles Ranking-Algorithmus bleiben.
April 05 2011
April 04 2011
March 30 2011
March 17 2011
March 04 2011
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...

Seit einigen Wochen beobachte ich besorgt aber auch fasziniert den Feldzug, den Schleswig-Holsteins Oberdatenschützer Thilo Weichert gegen Facebook und die Einbindung des Like-Buttons auf deutschen Websites führt.
Ich habe eine Weile überlegt, ob ich überhaupt noch einen Artikel zu Google+ verfassen soll. Als Google letzte Woche mit diesem Netzwerk an die Öffentlichkeit ging, war ich gerade im Urlaub und konnte zwar eine Einladung ergattern, hatte als Hardware nur ein iPad und ein Netbook zur Verfügung. Das taugte nicht für einen gründlichen Test und auch das Verfassen eines umfangreicheren Reviews wäre ein Qual gewesen.




Der Facebook-Like Button ist ohne Frage eine der größeren Revolutionen der noch jungen Social Media Geschichte. Empfehlungen aus dem eigenen Netzwerk stellen zunehmend eine echte 